PRP-Behandlung gegen Haarausfall in Frankfurt

Bei der PRP-Behandlung wird aufbereitetes, plättchenreiches Plasma aus dem eigenen Blut in die Kopfhaut injiziert. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren sollen aktive Haarwurzeln unterstützen. Die wissenschaftliche Datenlage ist begrenzt und uneinheitlich; das Ansprechen ist individuell unterschiedlich, ein Behandlungserfolg kann nicht zugesichert werden. Voraussetzung ist eine ärztliche Beratung mit individueller Indikationsstellung.

Ärztliche Haaranalyse vor der PRP Behandlung

Auf einen Blick

  • Körpereigenes Verfahren ohne Fremdsubstanzen
  • Meist 3–4 Sitzungen im Abstand von ca. 4 Wochen
  • In der Regel keine Ausfallzeit
  • Nur bei noch aktiven Haarwurzeln sinnvoll

Worum geht es bei der PRP-Behandlung der Kopfhaut?

PRP steht für „Platelet-Rich Plasma", also plättchenreiches Blutplasma. Dafür wird Ihnen eine geringe Menge Blut entnommen und in einer Zentrifuge aufbereitet, sodass ein Plasma mit erhöhter Konzentration an Thrombozyten (Blutplättchen) entsteht. Dieses Plasma wird anschließend mit feinen Nadeln in die betroffenen Areale der Kopfhaut eingebracht.

Die in den Thrombozyten enthaltenen Wachstumsfaktoren sollen die Durchblutung und Stoffwechselaktivität im Bereich der Haarwurzeln unterstützen und so dazu beitragen können, dass sich Haarfollikel in einer Ruhephase wieder in die Wachstumsphase bewegen. Ob und in welchem Ausmaß dieser Effekt eintritt, ist von Mensch zu Mensch verschieden und lässt sich vorab nicht vorhersagen.

Für wen kommt die Behandlung in Betracht – und für wen nicht?

Infrage kommt die PRP-Behandlung vor allem für Männer und Frauen mit beginnendem bis mäßig fortgeschrittenem, erblich bedingtem (androgenetischem) Haarausfall, solange noch aktive Haarwurzeln vorhanden sind. Auch bei diffusem Haarausfall kann sie nach Abklärung der Ursache erwogen werden, und in Einzelfällen begleitend beim kreisrunden Haarausfall oder nach einer Haartransplantation.

Nicht geeignet ist die Behandlung, wenn die Haarfollikel bereits vollständig zurückgebildet sind – auf glatten, seit Jahren kahlen Arealen ist kein neues Wachstum zu erwarten. Bei vernarbenden Formen des Haarausfalls ist PRP keine geeignete Erstmaßnahme; hier steht die dermatologische Abklärung und Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Zurückhaltung gilt außerdem unter anderem bei Blutgerinnungsstörungen, Einnahme gerinnungshemmender Medikamente, akuten Infektionen oder Entzündungen der Kopfhaut, bestimmten Autoimmun- und Tumorerkrankungen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Einen Überblick über die verschiedenen Formen finden Sie auf unserer Seite zu den Formen des Haarausfalls.

Was wird im Beratungsgespräch geklärt?

Vor jeder Behandlung steht ein ärztliches Gespräch mit Untersuchung der Kopfhaut. Dabei klären wir: die wahrscheinliche Ursache und Form Ihres Haarausfalls, ob ergänzende Diagnostik sinnvoll ist (z. B. Laborwerte bei Verdacht auf Eisenmangel oder Schilddrüsenfunktionsstörungen), ob in Ihrem Fall überhaupt eine Aussicht auf ein Ansprechen besteht, welche Alternativen es gibt, welche Risiken bestehen und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen. Ergebnis kann auch sein, dass wir von einer PRP-Behandlung abraten – etwa weil eine andere Abklärung oder Therapie vorrangig ist.

Wie läuft die Behandlung ab?

  • 1
    Anamnese und UntersuchungVor der ersten Sitzung stehen Aufklärung, Untersuchung der Kopfhaut und die individuelle Indikationsstellung.
  • 2
    BlutentnahmeWie bei einer üblichen Blutabnahme werden ca. 10–20 ml Blut aus der Armvene entnommen.
  • 3
    AufbereitungDas Blut wird zentrifugiert, um das plättchenreiche Plasma von den übrigen Blutbestandteilen zu trennen.
  • 4
    InjektionDas Plasma wird mit sehr feinen Nadeln in die betroffenen Kopfhautareale eingebracht. Auf Wunsch kann vorab eine betäubende Creme aufgetragen werden.
  • 5
    AbschlussNach der Sitzung können Sie die Praxis direkt wieder verlassen; eine Ausfallzeit ist in der Regel nicht nötig.

Eine Sitzung dauert insgesamt etwa 45 Minuten.

Wie viele Sitzungen sind üblich?

Üblicherweise wird mit einer Anfangsserie von 3 bis 4 Sitzungen im Abstand von etwa 4 Wochen begonnen. Ob danach Auffrischungsbehandlungen in größeren Abständen sinnvoll sind, hängt davon ab, ob ein Ansprechen erkennbar ist – das beurteilen wir gemeinsam mit Ihnen.

Anfangsseriemeist 3–4 Sitzungen
Abstandca. 4 Wochen
Dauer pro Sitzungca. 45 Minuten
Ausfallzeitin der Regel keine
Auffrischungindividuell, nur bei erkennbarem Ansprechen
Frühester Beurteilungszeitpunktca. 3–6 Monate nach Beginn

Was können Sie realistisch erwarten – und was nicht?

Realistisch ist, wenn die Behandlung anspricht: eine mögliche Verlangsamung des Haarausfalls und in manchen Fällen eine Verdichtung bestehender, noch aktiver Haare. Veränderungen zeigen sich – wenn überhaupt – frühestens nach etwa drei bis sechs Monaten, weil der Haarwachstumszyklus Zeit benötigt.

Nicht zu erwarten ist: neues Haarwachstum auf vollständig kahlen Arealen, ein Aufhalten des Haarausfalls mit Sicherheit oder ein dauerhafter Effekt ohne Wiederholungsbehandlungen. Ein Teil der Behandelten spricht gar nicht auf die Therapie an. Wir sagen Ihnen das so deutlich, weil eine informierte Entscheidung nur mit realistischen Erwartungen möglich ist.

Wie ist die wissenschaftliche Datenlage einzuordnen?

Zur PRP-Behandlung bei androgenetischem Haarausfall liegen zahlreiche kleinere Studien und mehrere Übersichtsarbeiten vor. Ein Teil davon zeigt Hinweise auf eine Zunahme der Haardichte, andere Untersuchungen finden keinen eindeutigen Effekt. Die Studien unterscheiden sich stark in Aufbereitung, Behandlungsschema und Messmethoden, viele haben nur wenige Teilnehmende und kurze Beobachtungszeiten. Ein standardisiertes, allgemein anerkanntes Behandlungsprotokoll existiert bislang nicht. PRP ist daher als Verfahren einzuordnen, dessen Wirksamkeit nicht abschließend belegt ist – es kann eine Option sein, ersetzt aber keine etablierten Therapien und garantiert kein Ergebnis.

Welche Nebenwirkungen und Risiken gibt es?

Da körpereigenes Plasma verwendet wird, gilt das Risiko allergischer Reaktionen als gering. Wie bei jeder Injektionsbehandlung sind jedoch möglich: Schmerzen während und nach der Behandlung, Rötungen, Schwellungen, Spannungsgefühl, kleine Blutergüsse an den Einstichstellen, selten Kopfschmerzen und – wie bei jedem Eingriff an der Haut – ein geringes Infektionsrisiko. Über die für Sie relevanten Risiken klären wir Sie vor der Behandlung individuell auf.

Nachsorge: Worauf sollten Sie nach der Sitzung achten?

Am Behandlungstag sollten Sie die Kopfhaut schonen: kein intensives Reiben, keine Haarwäsche in den ersten Stunden, auf Färbungen und chemische Behandlungen einige Tage verzichten. Sauna, Solarium, intensive Sonne und anstrengender Sport sollten für etwa 24 bis 48 Stunden vermieden werden. Konkrete, auf Sie abgestimmte Verhaltenshinweise erhalten Sie nach der Sitzung von uns.

Wie unterscheidet sich PRP von anderen Verfahren?

Bei erblich bedingtem Haarausfall stehen mehrere Verfahren zur Verfügung – von örtlich aufgetragenen und verschreibungspflichtigen innerlichen Wirkstoffen über Microneedling und Lasertherapie bis zur Haartransplantation. PRP unterscheidet sich davon vor allem durch den körpereigenen Ansatz ohne dauerhaft einzunehmende Wirkstoffe. Eine ausgewogene Gegenüberstellung mit ehrlicher Einordnung der jeweiligen Studienlage finden Sie auf unserer Seite Behandlungen bei Haarausfall im Vergleich. Informationen zu den Kosten haben wir auf der Kostenseite zusammengestellt.

Häufige Fragen zur PRP-Haarbehandlung

Wie schnell wirkt eine PRP-Behandlung gegen Haarausfall?

Wenn die Behandlung anspricht, zeigen sich Veränderungen frühestens nach etwa drei bis sechs Monaten, da der Haarwachstumszyklus Zeit benötigt. Das Ansprechen ist individuell unterschiedlich; ein Erfolg kann nicht zugesichert werden.

Kann PRP kahle Stellen wieder auffüllen?

Nein, das ist nicht zu erwarten. Sind Haarfollikel vollständig zurückgebildet oder vernarbt, kann PRP sie nicht ersetzen. Die Behandlung kommt nur infrage, solange noch aktive Haarwurzeln vorhanden sind.

Muss die Behandlung wiederholt werden?

Üblicherweise ja. Nach einer Anfangsserie von meist 3–4 Sitzungen werden häufig Auffrischungsbehandlungen in größeren Abständen erwogen, wenn ein Ansprechen erkennbar ist. Ob und wie oft, wird individuell ärztlich festgelegt.

Kann ich nach der Sitzung normal arbeiten?

In der Regel ja. Die meisten Patientinnen und Patienten können ihren Alltag direkt fortsetzen. Vorübergehende Rötungen oder ein Spannungsgefühl der Kopfhaut sind möglich.